Daniel Knop                                                                                                                  Buchautor  –  Fachjournalist  –  Naturfotograf                                                                                                        Autoren-Webseite
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Tierfotografie, wie ich sie zu betreiben versuche, ist für mich nicht das bloße Abbilden eines Vorgangs oder einer Struktur, sondern meist auch das kreative Spiel mit Form, Farbe, Größe oder Bildausschnitt, ein Spiel mit dem Leben als ästhetischer Substanz, die durch optische Prozesse gestaltet wird. Ursprünglich war meine Tierfotografie ebenso wie meine Produktfotografie nur zum Illustrieren meiner Bücher und Zeitschriftenbeiträge gedacht, doch im Laufe der Jahre hat sie für mich ein Eigenleben entwickelt, ist zum Selbstzweck geworden. Es ist eben eine mögliche Form, sich mit der Natur auseinanderzusetzen. Eine von vielen. Aber eine ungeheuer spannende.

Nature photography, the way I try to do it, is more than just picturing a natural process or structure. Mostly, it also involves some creative playing with shape, color, size or cropping, toying around with life as an aesthetic material that will be shaped by optical processes. Originally, photographing marine organisms and general products to me had been nothing more than a means of illustrating my books and magazines, but over the years it has developed its own dynamics. It is just one out of many ways to work with nature. And a very exciting one.

Natur kann uns Menschen auf unterschiedliche Weise faszinieren. Es kann die Funktion sein – Anatomie, Physiologie, Biochemie. Es kann die Vielfalt der Arten und Lebensformen sein. Die Komplexität des Verhaltens. Oder eben die Ästhetik. Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg, Faszination für die Natur zu entwickeln – für eine Natur, die letztlich auch seine eigene ist. Und selten ist es nur eine einzige der vielen Facetten, die begeistert – fast immer ist es eine Kombination unterschiedlicher Aspekte. Dadurch findet jeder Mensch einen etwas anderen Zugang zur Natur, einen individuellen, ganz einmaligen. Ihre ästhetische Wirkung ist aber meist ein wesentlicher Bestandteil davon.

We humans can be fascinated by nature in many ways. It can be the function that fascinates us – anatomy, physiology, biochemistry. Or the species variety. Or the complexity of behaviour. Or, as mentioned above, the aesthetics we enjoy when observing nature. Everyone has his own way of being fascinated by nature – this nature ultimately including himself. And it rarely is just one of the many facets that fascinates. Usually it is a combination of many aspects, and therefore everyone develops his own approach to nature – an individual and absolutely unique approach. But mostly, aesthetics represent a substantial part of it.

Ein weiterer Aspekt, der zur Naturfotografie motiviert, ist die Vergänglichkeit jedes Moments. Die Natur ist nicht ein Zustand, sondern ein Vorgang. Sie ist stets in Bewegung, und nichts in ihr ist von Dauer – das einzig Stete ist der Wandel. Alles Erleben des Natürlichen ist darum etwas Unwiederbringliches, denn nichts in der Natur wird jemals wieder genau so sein, wie wir es jetzt gerade vorfinden.  

Another motivation for me to do nature photography is the transience of every moment. Nature is not a state, nature is a process. Nature is always evolving, and nothing in it is permanent – the only constant is change. Any process in nature is unrepeatable; nothing in nature will ever again be exactly the same way we find it in this very moment.


Und dann ist da die Sache mit der Kultur, dem Gegenstück zur Natur. Tierfotografie ist für mich die ideale Synthese von Kultur und Natur, weil sie über das bloße Abbilden des Natürlichen hinausgehen kann und dadurch das Spiel mit kreativer Freiheit ermöglicht. Sofern man es tut, ohne inhaltlich zu manipulieren. Die „Wirklichkeit“ kann so aussehen ...

And then there is this thing called culture, the opposite of nature. To me, animal photography is the ideal blend of culture and nature because it can exceed the sole documentation of natural processes and thus allow creative freedom. As long as you do it without manipulating. Reality may look like seen on the left...

...und durch das Spiel mit Perspektive, Licht, Größe, Zeit und anderen „Werkzeugen“ im Foto so wiedergegeben werden, wie rechts zu sehen.

...and playing a bit with perspective, light, size, time, and other „tools“ can make it look like seen above.

Dabei ist beides Wirklichkeit, nichts ist inhaltlich manipuliert, etwa in „Photoshop“. Das kreative Tierfoto lügt nicht, es erzählt nur eine andere Wahrheit. Es gibt im Leben immer viele Wahrheiten, ebenso wie unsere beiden Augen ein etwas unterschiedliches Bild der Wirklichkeit erzeugen – jedes aus einer anderen Perspektive. Und erst beide Perspektiven gemeinsam ergeben das dreidimensionale Abbild der Wirklichkeit, das wir in unserem Gehirn erzeugen.

But both of it is reality and nothing has been changed in substance, nothing has been „photoshopped“. The creative nature photograph doesn‘t tell a lie, it just tells you another truth. There are always many truths in life, as well as each of our two eyes creates a slightly different picture of reality – each of them from a different perspective. And only both of these different perspectives together result in the three-dimensional image of reality that we create in our brain.

Ebenso ist es mit der Größe: Es hat mich immer fasziniert, Dinge oder Vorgänge in der marinen Natur sichtbar zu machen, die sich im Kleinen abspielen. Sie sind da, auch wenn sie sich unserer Wahrnehmung durch Kleinheit entziehen. Ungeheuer Spannendes ereignet sich da täglich vor unseren Augen, ohne dass wir es bemerken; ein kleines Häufchen Schlamm unter dem Abschäumer im Filterbecken, nichts weiter...

Same about size: Making minute things or natural processes visible has always fascinated me. These things are present, but due to their small size they escape our reception. Absolutely exciting things happen right in front of our eyes, but we cannot take notice of it. What we see may just be a pile of mud under the protein skimmer in the filter sump like seen on the left...

...und doch spielen sich darin hochkomplexe Dinge ab – etwa in einer Population winzigster Gammarida-Kleinkrebse, die in ihrem Mikrokosmos das tun, was auch unser menschliches Leben bestimmt – für Wohnung, Ernährung und Nachkommenschaft zu sorgen und damit das Überleben der Art zu sichern.

... yet it has highly complex life in it. Like, for example, a population of tiny gammarid crabs that in their microcosm do nothing different than what we do in our everyday life – care for housing, nutrition and offspring in order to ensure the survival of our species.

Aber auch das extreme Vergrößern ist ja – streng genommen – eine Form der Manipulation, wenngleich auch nur eine optische, keine inhaltliche. Eine Veränderung der Wahrnehmung, nicht des Wahrgenommenen. Nach der Arbeit mit dem Makroobjektiv und dann dem Lupenobjektiv kam für mich – gewissermaßen als logische Konsequenz – die Arbeit mit der Mikroskopfotografie.

But even magnification itself may be considered some kind of manipulation – though only a visual and not a substantive one. It is a change of perception, not of the perceived. My work with macro and magnifying lens was complemented by microscope photography. I discovered the properties of modern stacking software which again represents a manipulation of perception, not of the perceived.

Eine Spezialform der Mikroskopfotografie, die auch ästhetisch ausgerichtet sein kann, ist derzeit gerade in der Entwicklung begriffen: Die Fotomikrografie. Dabei werden in einem aufwändigen Verfahren zahlreiche Schichtaufnahmen angefertigt, die anschließend im Computer durch das Weglassen unscharfer Bildinhalte zu einer einzigen Aufnahme verrechnet werden („Stacking“). Auf diese Weise lassen sich auch kleinste Motive mit einer zuvor ungekannten Schärfentiefe darstellen. Für mich war das Einarbeiten in diese komplexe Technik ein dringender Wunsch.

A special form of microscopic photography that aside of its documentatory properties also has aesthetic ambitions is presently evolving. It is called "photo micrography", and it employs a complex setup producing numerous shots of the same object in different focus, and a computer software to do the „stacking“ afterwards – all portions rich in contrast will be extracted and combined to a single shot that results in a depth of field formerly not known to microscopic photography. To me, practising this new method is challenge as well as pleasure which continues to cause great excitement.

Ein anderer Aspekt, der ungeheuer spannend sein kann, ist die Unterwasserfotografie im natürlichen Lebensraum, im Korallenriff – am liebsten zunächst aus der Luft und dann unter Wasser. Nach Erfahrungen mit zahlreichen unterschiedlichen Kameratypen – von der preiswerten UW-Sucherkamera über Spiegelreflexkameras in Tauchbeuteln und Aluminiumgehäusen bis zu der legendären Nikonos RS – verwende ich dazu inzwischen diejenigen Digitalkameras, die ich auch in der Studio- und Aquarienfotografie einsetze, allerdings in einem Tauchgehäuse aus kohlefaserverstärktem Kunststoff. Meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass man sich unter Wasser am sichersten mit derjenigen Kamera bewegt, mit der man durch die Arbeit an Land sehr vertraut ist. 

Another aspect of photographing marine nature is underwater photography in the coral reef – preferably first from the air and then under water. After experiencing many different types of cameras in the reef – cheap viewfinder cameras, SLRs in plastic bags and in aluminum housings and even the legendary Nikonos RS, I am now using the same digital cameras for diving that I also use in studio and aquarium photography. My experience has shown that even under water you do best with the cameras you are used to work with on land.

Eine Erweiterung der Tier- bzw. Aquarienfotografie, die in eine ganz andere Richtung geht, ist die Filmaufnahme, denn sie bringt den Faktor Zeit in die Bildwahrnehmung und ermöglicht, eine Entwicklung festzuhalten. Man kann sie tatsächlich als Erweiterung der Tierfotografie begreifen, denn zahlreiche Tierfilmer waren, wie etwa Klaus Gensel, ursprünglich in der Fotografie zuhause.

An incredibly exciting way to expand animal and aquarium photography is videography as it adds the dimension of time and allows you to document a development instead of a static situation. You can actually regard it as some kind of photography with extended properties – many nature videographers have started out in photography, like Klaus Gensel.

Besonders spannend waren die Hochgeschwindigkeitsaufnahmen des Schusses von Alpheus-Knallkrebsen mit Volker Arzt und Heinz von Matthey. Es waren die weltweit ersten Hochgeschwindigkeitsaufnahmen von diesem Vorgang in Farbe, die mit 2.000 Einzelbildern pro Sekunde den Pistolenschuss dieses Krebses filmen und die Kavitationsblase darstellen konnten (die nur auf einem einzigen der Einzelbilder zu sehen war!).

But even at this point there is potential for improvement, like the high speed videography work on the snap of alpheid shrimps with Volker Arzt and Heinz von Matthey. Worldwide, this was the first colored high speed recording showing the Alpheus cavitation bubble with 2.000 frames per second, and interestingly even at this enormous speed of recording, only one single shot showed the cavitation bubble!

Zwar waren Videoaufnahmen nie Schwerpunkt meiner Arbeit gewesen, doch durch Fernsehaufnahmen, die ZDF, VOX, RTL und andere Fernsehsender bei mir durchführten, hatte ich damit oft intensiven Kontakt. Klaus Gensel verwandelte meinen Aquarienraum acht Wochen lang in ein Fernsehstudio, mit täglichen Aufnahmesitzungen von morgens bis abends (damals noch mit der legendären Arriflex mit 16-mm-Film!), oder Volker Arzt und Heinz von Matthey nutzten meine Aquarienanlage für atemberau-

bende Aufnahmen, unter anderem mit Knallkrebsen der Gattung Alpheus.

Admittedly, videography has never been in the center of my work, but I frequently had intense contact with it for television recordings in my aquarium setups that have been done for German TV stations like ZDF, VOX, RTL and others. Klaus Gensel converted my aquarium room into a TV studio for eight weeks, with daily recordings from morning to evening (and during those days, the legendary Arriflex with 16 mm film was still in use), or Volker Arzt and Heinz von Matthey have used my tank setup for breathtaking video work about the snap of the Alpheus snapping shrimps.

Not less fascinating was the high speed videography I was able to do with the famous underwater videographer Sigurd Tesche and the expert for high speed recording, Dr. Rudolf Diesel. We worked on capturing details of the suction feeding of seahorses or the dactylus movement of mantis shrimps, genus Odontodactylus, which belongs to the most rapid movements in animal kingdom. We took it with 2.500 frames per second, making visible every detail.

Ebenso spannend waren Arbeiten mit dem Unterwasserfilmer Sigurd Tesche und dem Spezialisten für Hochgeschwindigkeitsaufnahmen im Tierreich, Dr. Rudolf Diesel, etwa die Aufnahmen, die wir vom Saugschnappen der Seepferdchen oder vom Schlag der Fangschreckenkrebsen der Gattung Odontodactylus für den WDR und ARTE anfertigten. Dabei wurde unter anderem die Bewegung des vorschnellenden Dactylus, der keulenförmigen Angriffs- und Verteidigungswaffe, mit rund 2.500 Einzelbildern pro Sekunde gefilmt, um Details dieses Vorgangs sichtbar zu machen, der zu den schnellsten Bewegungen im Tierreich zählt.

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Die Natur kennt keine Schönheit – was zählt, ist die Funktion

Nature does not know beauty – all that counts is function

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Im Uhrzeigersinn von oben links: Arbeitsplatz (Stereolupe, optische Bank und  Mikroskop), Kieselalgen (Diatomeen), Symbiosealgen (Symbiodinium sp.), Nesselzelle der Seeanemone Entacmaea quadricolor, Sklerite der Weichkoralle Alcyonium verseveldtii

Clockwise starting from above left: working place (binocular, optical bench, and microscope), diatoms, zooxanthellae, cnidocyte of sea anemone Entacmaea quadricolor, sclerites of soft coral Alcyonium verseveldtii

Der US-amerikanische Fotograf luxemburgischer Herkunft Edward Jean Steichen (1879–1973) formuliert es so: "Schon in der Anfangszeit, als der Fotograf die Belichtungszeit selbst abmaß, als in der Dunkelkammer der Entwickler penibel angemischt wurde, um bestimmte Effekte zu erzielen, schon da wurde manipuliert. Tatsächlich ist jedes Foto von A bis Z eine Fälschung. Ein völlig sachliches, unmanipuliertes Foto ist praktisch nicht möglich. Letzten Endes bleibt es allein eine Frage von Maß und Können."

The American photographer of Luxembourg origin Edward Jean Steichen (1879-1973) put it this way: "Even during the early days, when the photographer spanned the exposure time, when developing chemicals were mixed meticulously in the developer's darkroom in order to achieve certain effects, each photograph has been tampered with. In fact every photo from A to Z is a fake. A completely factual and unmanipulated photo is practically impossible. Ultimately, it remains just a question of degree and ability. "

Karl Lagerfeld sagt: "Was ich an Fotos mag, ist, dass sie einen Moment festhalten, der für immer weg ist und den man unmöglich reproduzieren kann." Das Fotografieren sensibilisiert für die Vergänglichkeit, worauf  auch Susan Sontag hinweist: "Fotografieren bedeutet an der Sterblichkeit teilzunehmen, der Verletzlichkeit und Wandelbarkeit. Eben dadurch, dass sie diesen einen Moment herausgreifen und erstarren lassen, bezeugen alle Fotografien das unerbittliche Fließen der Zeit."

Karl Lagerfeld puts it this way: "What I like about photos is that they capture a moment that's gone forever and impossible to reproduce." Photography can sensitize for the transience, as Susan Sontag also points out: "Photographing means to participate in mortality, vulnerability and mutability. By allowing us to pick out and solidify a certain moment, all photographs testify to the relentless passage of time."

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Im Uhrzeigersinn von oben links: Einfacher Aufbau für horizontale Stapelaufnahmen, gezeigt von hinten und von der Seite, mit motorischem Lineartisch und Steuergerät, Balgengerät und Mikroskopobjektiv (10 x); Stubenfliege (Musca domestica); Stachel Wespe (Vespula germanica); Hinterkörper Wespe; Aufnahmeposition Hinterkörper Wespe mit doppelseitig angeschliffenem Tischtennisball als Lichtdiffusor

Clockwise starting from above left: Simple setup for horizontal stacking photography, shown from back and from side perspective, equipped with motorized linear table and electronic control unit, bellows system and microscope objective (10 x); house fly (Musca domestica); sting from wasp (Vespula germanica), back body from wasp, shooting position of wasp with cut open table tennis ball as light diffusor

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Im Uhrzeigersinn von oben links: Lagune und Saumriff Karimunjawa-Archipel, Indonesien; Helikopterflug mit Mittelformatkamera; Fischschwärme und Pygmäenseepferdchen (Hippocampus denise) in Raja Ampat

Clockwise starting from above left: Lagoon and fringing reef in Karimunjawa archipelago, Indonesia; Helicopter flight with medium format camera; schooling fishes and pygmy seahorse (Hippocampus denise) in Raja Ampat

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Links: Aquarienraum acht Wochen lang in ein Fernsehstudio verwandelt: Das 6000-l-Riffaquarium diente für Aufnahmen in den flachen Filmbecken als naturähnlicher Hintergrund. Rechts: Wechsel der 16-mm-Filmrollen in einer speziellen Tasche, die die Dunkelkammer ersetzte

Left: Aquarium room converted into a TV studio for eight weeks: the 6000-l-reef tank served as natural background for the video work in the narrow tanks in front of it. Right: Changing the 16 mm film rols in a special bag instead of a darkroom

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Im Uhrzeigersinn von oben links: Vorbereitung der Alpheus-Krebse (mit Dr. Barbara Schmitz); Normalaufnahmen (H. v. Matthey), Hochgeschwindigkeits- aufnahme mit Spezialkamera; provisorische Hälterungsanlage für die Knallkrebse, Drei von 2000 Aufnahmen einer Sekunde, in der Mitte die Kavitationsblase

Clockwise starting left above: Preparing the Alpheus snapping shrimps (with Dr. Barbara Schmitz); normal speed recording (H. v. Matthey); high speed recording with special camera; provisonary separation containers for snapping shrimps; three out of 2000 shots per second – in the middle the cavitation bubble can be seen

Angeregt durch die Fernsehaufnahmen begann ich schließlich, bei mikroskopischer Arbeit mit lebenden Organismen ebenfalls Videomitschnitte anzufertigen, etwa mit Rädertierchen Brachionus plicatilis, mit korallenfressenden Nacktkiemerschnecken der Familie Tergipedidae und vielem Anderen.

Encouraged by the TV recordings, I also started to take video sequences when working with living organisms under the microscope, e. g. rotifers Brachionus plicatilis or corallivorous nudibranchs of the family Tergipedidae and many others.

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Von links oben im Uhrzeigersinn: Hochgeschwindigkeitsaufnahme Odontodactylus scyllarus, Sigurd Tesche (re.) und Dr. Rudi Diesel (li.); Bunter Fangschreckenkrebs (Odontodactylus scyllarus) als Fotomodell: 2500 Einzelaufnahmen pro Sekunde zeigen die Dactylusbewegung im Detail; Hochgeschwindigkeitsaufnahme des Saugschnappens vom Karibischen Zwergseepferdchen (Hippocampus zosterae), mit Dr. Rudolf Diesel (li.); unten mitte und links Arbeiten an Odontodactylus scyllarus

Clockwise from left above: High speed recording of Odontodactylus scyllarus, Sigurd Tesche (right) and Dr. Rudolf Diesel (left); stomatopod Odontodactylus scyllarus as photo model: 2500 single shots during one second show the dactylus movement in detail; high speed recording of the caribbean dwarf seahorse (Hippocampus zosterae), Dr. Rudi Diesel on the left; below middle and left pictures show work on Odontodactylus scyllarus

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Links: Rädertierchen Brachionus plicatilis, mit pflanzlichem Plankton ernährt, daneben mit Bäckerhefe ernährt, beides Dunkelfeld-Mikroskopaufnahmen in Stapeltechnik


Left: Rotifer Brachionus plicatilis, fed with phytoplankton, medium shot: same species, fed with baking yeast, both darkfield microscope shots with stacking

Pictures above (from top to bottom): stony coral Tubastraea, diatoms (microscope, darkfield), wing of butterfly (microscope)

Links: Alpheus-Aufnahmen mit Volker Arzt, rechts Ton-Videaufnahmen mit V. Arzt und Herbert Tiepelt

Left: Alpheus take with Volker Arzt, right: video recording with sound under water, with V. Arzt and Herbert Tiepelt

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Von links nach rechts: derselbe Schmetterling bei unterschiedlichen mikroskopischen Vergrößerungen

From left to right: the same butterfly with increasing microscopic magnification

Bilder oben (von oben nach unten): Steinkoralle Tubastraea, Kieselalgen (Dunkelfeld-Mikroskopfoto), Flügel eines Schmetterlings (Mikroskopaufnahme)